Posted in Alltag in Neuseeland, Uncategorized

Same same but different

This slideshow requires JavaScript.

Hier schreibt Alexandra:

Nun sind wir schon fast zwei Wochen hier, die Kinder gehen jeden Morgen in die Schule, ich setze mich etwas an den Rechner, wir gehen einkaufen, bissl an den Strand, die Kinder abholen, bissl Nachmittagsprogramm, Abendessen, etwas spielen oder glotzeln und alle ins Bett…

Fast wie daheim! Ich ertappe mich dabei, wie ich mir denke: was macht jetzt eigentlich genau den Unterschied zum Alltag in Deutschland aus? Ist nicht doch alles irgendwie das Gleiche? Ja und nein. Einige Parameter sind konstant zu unserem Alltag in Deutschland, einige sind komplett anders.

So leben wir hier in einem wunderschönen Bungalow auf etwa 120 Quadratmetern inmitten einem riesigen verwunschenem Garten voller Orangen-, Zitronen- und Mandarinenbäumen. Und Palmen! Wir haben also nur ein Stockwerk, was schon mal für ein völlg anderes Alltagsgefühl sorgt, da wir nicht das ständige Auf und Ab zwischen drei Stockwerken haben. Macht einen das vielleicht zu einem entspannteren Menschen? Wer weiß…

Der nächste entscheidende Unterschied ist natürlich die Menge der Dinge, die uns umgibt. Zwar sind ja hier in “unserem” Haus auf Zeit auch die Dinge von den eigentlichen Hausbewohnern, die wir ab und zu liebevoll etwas abstauben oder von Spinnweben befreien. Und wir haben ja auch vieles mitgebracht – aber im Großen und Ganzen sind unterm Strich wesentlich weniger Dinger um uns herum, als daheim. Und ich merke: wir hätten durchaus noch viel weniger einpacken können (ja liebe Weltwundererfrau – ich war eigentlich gewarnt…)! Vor allem das Spielverhalten der Kinder erstaunt und beglückt mich: Strandgut und Kieselsteine sind ein liebgewonnener Ersatz für die Legosteine. Auch das entspannt ungemein…

Ein Unterschied ist wesentlich: wir sind hier “unter uns”, das heißt ab und zu bekommen wir zwar Besuch (z.B. von den Hausbewohnern, worüber wir uns immer sehr freuen, auch wenn es merkwürdig ist, jemanden in seiner eigenen Küche zu bekochen ;-), aber natürlich sind Termine und Verabredungen sehr viel überschaubarer als daheim. Ein wenig fühle ich mich daher einsam, ein wenig fühle ich mich dadurch auch recht frei in meiner Zeiteinteilung. Mein (fast) leerer Terminkalender ist für’s Gemüt ähnlich wohltuend wie ein leerer Strand. Oder besser wie ein frisch gestrichenes Zimmer, in dem noch keine Bilder hängen: man genießt den Augenblick, da alles frisch und weiß und neu ist, weiß aber gleichzeitig, dass das vermutlich auf Dauer nicht so bleiben wird. Und das ist auch gut so, denn was ist ein Raum ohne Blickfänge und was ist Zeit ohne Erlebnisse?

Und – soviel habe ich schon gelernt – die machen eigentlich jeden Alltag zu einem kleinen Abenteuer…

Advertisements

One thought on “Same same but different

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s