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Das schöne Geld

Hier schreibt Alexandra:

Was in Neuseeland sofort ins Auge sticht, wenn man mal etwas cash bezahlt: die schönen Geldscheine! Sie sind farbenfrohe kleine Kunstwerke und liegen auch gut in der Hand. Und sie werden von den Banken gehütet wie Kleinode! Euro umtauschen wird somit zu einem Unterfangen, dass Passport, neuseeländischer Adresse, viel Geduld und keines Hutes bedarf.

Aber von Anfang: wir hatten uns im Vorfeld natürlich überlegt, wie wir hier am anderen Ende der Welt unsere Finanzen regeln können (und natürlich überhaupt, wie wir unsere Finanzen regeln, aber das ist eine andere Geschichte). Mit der ec-Karte kommt man verständlicherweise nicht weit, und viele Kreditkartenanbieter nehmen horrende Gebühren. Also unser Plan: Visakarten der Santander-Consumer-Bank, die einem verspricht, keinerlei Gebühren auf Auslandsbuchungen zu erheben, sowie auch gebührenfreies Abheben an mehreren Millionen Geldautomaten weltweit. “Weltweit” fasst leider Neuseeland nicht mit ein…

Das wäre die ersten paar Tage sicher kein Problem gewesen, denn man kommt auch gut mit nur Kreditkarte durch, die sogar von den meisten Ständen am beliebten Nelson-Market genommen werden – aber nicht vom Busfahrer, mit dem wir an unserem ersten Tag in die Stadt fahren wollten, um Euros umzutauschen, die wir zusätzlich in bar dabei hatten. Wir wollten ja als erstes ein Auto kaufen, für das unser Kreditrahmen nicht ausreichte… Also ließen wir uns mit dem kreditkartenbezahlbaren Taxi zur Kiwi-Bank chauffieren, packten dort einen Packen Euros auf den Tresen – und wurden freundlich nach unserem Passport gefragt. Den wir nicht dabei hatten, denn mal ehrlich: wer hätte gedacht, dass man den zum Geldwechseln braucht? Aber ohne ging nichts! Uns wurde immerhin die ASB-Bank empfohlen, die nach einigem Hin und Her (immer äußerst freundlich  und durchsetzt mit vielen Ausflugstipps) etwas von unseren Euros in Doller umwandeln konnte, nachdem wir eine schriftliche Erklärung abgegeben hatten, dass wir durch Einkommen durch Arbeit an das Geld gekommen seien und einen Antrag auf Kontoeröffnung gestellt hatten. Unsere Kontoeröffnunge sollte dadurch ermöglicht werden, dass ein Brief an unsere neuseeländische Adresse in der Green Street gesendet wurde (“Oh, I live just around the corner! Isn’t it a lovely place, ay? Try the walk near the airport, it’s realy nice there!”), mit dem wir dann wieder in die Bank zurück kommen sollten (und mit Passport), um zu beweisen, dass wir auch tatsächlich unter dieser Adresse zu finden sind. Stolz und glücklich nahmen wir so unsere ersten NZ-Dollar von der netten Jordan entgegen (Ben war derweil schon im Wartebereich der Bank eingeschlafen…) und wußten nun immerhin, dass wir zumindest mit Passport pro Person täglich Euros im Wert von 1.000 NZD tauschen konnten.

jetlag-ben
Ermüdende Bankgeschäfte

Am nächsten Tag also wieder in die Stadt (diesmal mit dem cashgezahlten Bus), gerüstet wieder mit einem Schwung Euroscheinen und unseren Passports. So klapperten wir sämtliche Banken in Nelson ab, und ließen jedes Mal wieder die Prozedur mit Eingabe aller unserer Daten und Passportnummern in den Computer, vielen Ausflugstipps und der Bitte an Christoph, doch seine Mütze abzunehmen über uns ergehen, bis wir annähernd genügend NZ-Dollar für unser Auto beisammen hatten.

Mit dem  wir eines Tages auch wieder zur ASB-Bank fuhren, um unser Konto zu eröffnen, denn: Auto und Konto – das fühlt sich doch schon fast nach einheimisch an! Aber leider machten uns die rätselhaften neuseeländischen Bestimmungen rund ums schöne Geld wieder einen Strich durch die Rechnung: mit einem “Visitor Visa” wie wir es haben, kann man seit einiger Zeit keine Bankkonten mehr eröffnen…

Wer also von uns Tipps möchte, wie man es bei einem längeren Aufenthalt in Neuseeland am besten mit dem Geld hält – wir können nur sagen: die neuseeländischen Dollar sind schön, aber müssen hart erkämpft werden 😉

 

 

 

 

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4 thoughts on “Das schöne Geld

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